Wieder einmal hat sich gezeigt, dass es weiterhin unglaubliche Phänomene gibt, wenn man SAMBA Server mit Server 2008 verbinden möchte (oder muss.)
Bei einem Kundenprojekt habe ich die Migration von einer Windows 2000 Domäne zu Server 2008 Domäne durchgeführt. Alles verlief völlig Problemlos. bis die Migration der Fileserver in den neuen DFS Stamm (AD integriert) durchgeführt werden sollte. Die alten Fileserver wurden über Snapboxen von Overland Storage (ehemals Adaptec) betrieben. Die Zugriffe wurden per samba.conf definiert. Im Webinterface gab es auch die Möglichkeit ein Domain Joining in Active Directory durchzuführen (laut Handbuch Kerberos V5). Somit sollte der Umzug problemlos klappen, denn in der 2000er Domäne wurden alle Gruppen korrekt erkannt. Da die alten DC noch ein wenig mitlaufen sollten, war kein Problem zu erkennen, denn auch der Hersteller sagte, dass es KerberosV5 ist und funktionieren sollte. Nach ein paar Tagen fingen dann die Probleme an. Zuerst waren es vereinzelt Dateíen auf die User nicht mehr zugreifen konnte, dann war das Schreiben nicht mehr möglich. Somit wurde die Situation im Minutentakt immer "unschöner" und die Frustration stieg weiter an.
Nach eingehender Analyse folgender Konfiguration wurde schnell klar, wo der Hase im Pfeffer liegt.
samba.conf.
kerb5.conf
resolver,conf
smb.conf
SMB Signing funktioniert nicht wirklich und was da an Kerberos Infos (ads_kinit) kommt ist auch nicht sauber.
Also Klist und Kdestroy, um zu gucken ob das eine Abhilfe schafft. Ja, aber nur temporär. als nächsten Schritt habe ich die Kerberos Einstellungen soweit aufgeweicht, dass es ohne Probleme hätten klappen sollen, aber ohne wirkliche Besserung schlug der Versuch auch fehlt.
Mit diesen Infos sind wir an den Hersteller ran und dann kam auf einmal die Aussage, dass selbst mit dem nächsten Update Server 2008 nicht unterstützt wird. Ob überhaupt, stelle ich hier mal ganz deutlich in Frage.
Also wurde alle Daten schnell mit dem lokalen Konto Root mit dem Other Flag versehen und dann per Robocopy Skript (/copyall Schalter) auf einen DFS Server kopiert. Hier habe ich mit icacls.exe die Berechtigungen wieder korrigiert und die Replikation konnte beginnen. Natürlich mussten noch Loginscripte angepasst werden und die Pfade für die Verbindlichen Profile ebenfalls. Der Kunde war total begeistert, dass man die Daten doch noch retten konnte und er man nächsten Tag wieder voll funktionstüchtig war.
Danke Overland für eine schlaflose Nacht!