So, nachdem nun einige Zeit vergangen ist und ich endlich Zeit gefunden habe, um Einmal das Geschehen der ICE aus meiner Sicht zu schildern. Für mich begann die ICE etwas früher als Freitag oder Samstag. Ich kann ja meine große Klappe nicht halten und hatte mit Nicki irgendwann mal die Idee, dass es ziemlich klasse währe, wenn meine Freunde aus Asien (Angel und Jacky) dabei sein könnten. Zuerst hielt Nicki mich für den üblichen Spinner, aber so nach und nach festigte sich der Gedanke. Und auf einmal, nachdem ich wieder meine grosse Klappe nicht halten konnte, wurde ich ganz freiwillig zum Guide für die VIP Gäste ernannt. Ok, ich habe es natürlich mit Freude gemacht, denn wann bekommt man schon solch eine Gelegenheit, 2 völlig fremden Personen die eigene Heimat zu zeigen. Ich war mächtig aufgeregt, zum Glück ging es Angel und Jacky genau so. Die geplante Ankunft von Jacky wurde auf den Dienstag terminiert und Angel kam dann am Donnerstag an. Leider landeten Beide in Amsterdam, sodaß der Zeitplan eine exakte Vorbereitung benötigte.
Ankunft in Lingen
Am Dienstag habe ich dann Jacky in Lingen getroffen, aber nicht nur einfach so. Nein, da waren Nicki, Christine, Markus, Mandy, Christian, Jens, Matthias (ich hoffe ich habe Niemanden vergessen). So konnten wir einen netten, lustigen Abend im Maxim verbringen und haben etwas gegessen und getrunken. Dann kam die Stunde des Aufbruchs und ich bin mit Jacky zu mir nach Hannover gedonnert. Um 2:30 lag ich dann auch im Bett. Jacky zeigte nach 26 Stunden auch gewisse Ermüdungserscheinungen
Am nächsten Morgen gab es erst Mal ein Frühstück bevor wir uns zur Städtetour quer durch Hannover aufgemacht haben. Leider hatten wir einen kurzen Tag und wir mussten uns mächtig beeilen, um wenigsten etwas zu sehen. Immerhin hatte meine Mutter sich bereit erklärt für Jacky und mich ein ordentliches Mittagessen zu kochen.
Jacky vor der Universität in Hannover
Jeder weiß auch, dass man bei Mama niemals zu spät zum Essen kommen darf sonst gibt es Mecker, egal woher der Gast kommt, auch wenn er extra aus Hong Kong anreist. OK, es wurde ordentlich gegessen (sonst gäbs wieder eins auf´s Dach), es wurden Geschenke ausgetauscht und dann haben wir uns wieder auf Stadterkundung aufgemacht. Jacky wollte meine Firma sehen und wir kehrten kurz ein. Mein Kollege Arne war im Urlaub, aber Stefan hielt die Stellung und ich konnte die Beiden bekannt machen. Dann weiter in den Stadtkern (zum Glück nicht so weit).

Ungefähr 400 Photos später waren wir wieder bei mir. Jacky versuchte mir ein wenig die traditionelle Sprache beizubringen, aber bis auf ein paar Worte klappte es nicht. Am Abend ging es dann Richting Lingen. Jacky hatte Angel versprochen, dass er sie am Flughafen abholt. Hätte er gewusst, dass sie um 7:10 Uhr morgens landet, dann wäre er sicher vorsichtiger mit seinem Versprechen gewesen. Nachdem wir im Hotel angekommen waren und wir die Zimmer bezogen hatten, trafen wir uns mit Nicki zum Abendessen. Wir kehren beim ördlichen Burger King ein, denn diese Kette gibt es Jacky nicht in der Nähe.

Die hungrige Meute
Nächsten morgen (Donnerstag) sammelten Markus und Nicki um 5:00 Uhr Jacky am Hotel ein und donnerten Richtung Amsterdam. Ich machte bereitwillig Platz und konnte so bis knapp 8:00 Uhr schlafen. Dann Duschen, Anziehen und Früchstücken. Ich befand mich ausgeschlafen und gefüllt mit Frühstück vor der Tür, als die 4 endlich ankamen. Irgendwie sahen Alle müde und hungrig aus? Warum nur? Nun konnte ich auch Angel begrüßen und mich entschuldigen, dass ich sie nicht abgeholt habe. Naja, mal ehrlich eine ICE Delegation aus 3 Männern, das gefällt jeder Frau, oder?

Angel entpuppte sich als echtes Energiebündel, denn sie wollte sofort die Stadt erkunden die Halle der ICE sehen. Im laufe des Tages redeten wir 3 über Gott und die Welt, immerhin trafen hier 2 total unterschiedliche Kulturen aufeinander. Für diesen Teil möchte ich mich herzlich bei Nicki bedanken, dass ich diese Aufgabe übernehmen durfte. Nachdem wir eine exklusive Führung durch die gesamte it.Emsland bekommen hatten, habe ich die beiden Richtung Enschede gefahren, denn Angel wollte Shoppen (schön das die Frauen überall auf der Welt gleich sind!). Wir waren in unzähliegen Shops, Kaufhäusern und Stores. Irgendwann hab ich aufgehört zu zählen, aber was macht man nicht alles für das andere Geschlecht. Nun war es Zeit einen wirklich guten Cappuccino zu trinken, immerhin mussten wir den VIP´s ja etwas bieten. Dann zurück zum Hotel, denn Nicki hatte die Planung für den Abend abgeschlossen. Am Abend traf man sich zum Abendessen beim lokalen Mexikaner. Jeder der nach Lingen kommt sollte das Lokal besuchen, leckeres Essen, nette Leute und faire Preise. Die Stimmung in der gesselligen Runde wurde durch Marc Grote erweitert und die Spaßgarantie war gegeben. Weiterhin waren Mandy, Nicki, Markus, Matthias, Jens, Jacky, Angel und ich dabei. Das Essen mundete Angel und Jacky so gut, dass uns der Wirt am Freitag zum typischen, mexicanischen Mittag einlud. Gesagt - getan. Um 13:00 Uhr trafen wir dort ein und wurden mit einer wahren Pracht an Speisen überhäuft.


Nicki war inzwischen mit Marc unterwegs um den Hummer abzuholen, auf diesem Weg wurden dann auch gleich Dieter Rauscher und Christian Gröber eingesammelt. Das nenne ich eine sichere Rückreise für Nicki.
Zm Abend, so gegen 19:00 Uhr begann das Pre-ICEing. Auch hier wurde mir meine große Klappe zum Verhängnis. Am Mittwoch abend bekam Nicki sehr kurzfristig mitgeteilt, dass 2 Speaker ausfallen und somit eine Lücke in der Agenda klaffte. Nun ja, Nicki positionierte den Suprise Track von Freitag auf Samstag um, und die Agenda stimmt wieder. Dennoch war er etwas geknickt, dass nun Freitag keine Überraschung mehr vorhanden war. Ich guckte Nicki an und meinte lapidar: "Du hast an mich gedacht, richtig?" Nicki:"Wenn du dich schon anbietest, dann darfst du gerne die Überraschung sprechen!"
Ok, kurzer Blick auf´s Noti. Puh, zum Glück hatte ich meinen Vortrag über Social Engineering dabei und konnte den Track übernehmen, ohne in einer Nacht einen komplett neuen Vortrag entwickeln zu müssen. Die Meßlatte lag in diesem Fall sehr hoch, denn ich musste niemand geringeren als Michael Kalbe und Daniel Melanchthon ersetzen. So gegen 20:15 konnte ich dann auch anfangen. Jedoch sind meine Vorträge wohl von einem bösen Karma belegt, denn als ich meine Präsentation startete und auf vorwärts drücke, PENG - da war der Raum dunkel und die Sicherung raus. Ich betrachtete meinen Präsenter in der rechten Hand und dachte still zu mir: "Mächtiges Gerät!". Ich konnte kurzfristig den Hotelchef überreden, dass er die Sicherung wieder reinhaut. OK, Licht an! the Show must go on. Wie vorher Begrüßung, weiter ..... AHHHHHHHHHH was war das? Da zeigte sich mir eine Folie, die ich ich noch nie gesehen hatte. Aus heiterem Himmel stand da in großen weißen Buchstaben:" lassen sie niemals ihr Notebook alleine!" Für den Bruchteil einer Sekunde war ich etwas irritiert und musste schnell meine Improvisationsgabe nutezn, um die heikle Situation zu retten. Danach lief der Vortrag in gewohnter Weiser ab. Hinterher kam dann Marc Grote zu mir und sagte: "Also, wenn ich nicht gewusst hätte, dass sie dir die Folie eingebaut hatten, als du kurz raus warst, dann hätte ich keinen Unterschied gemerkt!"


Schön wenn man solche Freunde hat. Da wollten die mich tatsächlich auf´s Glatteis führen. Zum Glück hat es nicht geklappt. Nach dieser kurzen Nummer konnten wir dann zum Buffet gehen und den Abend in Ruhe und Gemütlichkeit mit einem Bier ausklingen lassen.